Whats on my Phone?

Für jemanden wie mich, der hobbymäßig seine Freizeit damit verbringt, unter anderem über Apps zu schreiben, ist „What‘s on my Phone?“ ein ungeheuer spannendes Format. Es ist interessant zu sehen, welche Dienste andere nutzen, um ihr Smartphone ihren persönlichen Anforderungen anzupassen. Deswegen möchte ich euch heute den „Inhalt“ meines Smartphones vorstellen – denn egal, wie gut die Hardware auch sein mag; ohne die passende Software ist sie nur wenig wert.

Wer diesen Blog schon länger verfolgt, der weiß, dass ich lange Zeit mit iOS-Geräten unterwegs war. Auf den iPod touch der vierten Generation von 2011 folgte rund zwei Jahre später das iPhone 5c in knalligem blau, das schließlich vor kurzem einem Lenovo Moto G5 Plus weichen musste. Nach sechs Jahren im Apple-Universum stand mir der Sinn nach einem Tapetenwechsel, um auch die andere Seite des Spektrums kennenzulernen. Ich möchte an dieser Stelle nicht noch einmal die leidige „iOS oder Android“-Diskussion aufmachen – Beide Systeme haben unbestreitbar ihre Vor- und Nachteile, die jeder für sich persönlich gegeneinander abwägen muss.

Einen, in meinen Augen durchaus entscheidenden, Vorteil von Android lernte ich bereits nach wenigen Tagen mit dem neuen System kennen und lieben: Die (fast) grenzenlose Anpassbarkeit des Systems. Unzufrieden mit dem Android, das mir standardmäßig entgegenstrahlte, verbrachte ich einen ganzen Sonntagnachmittag damit, etliche Kombinationen aus Launchern und Icon Packs durchzuprobieren – nur um am Ende bei der doch relativ langweiligen Kombination aus Nova Launcher und Delta Icon Pack zu landen. Selbst ohne große manuelle Veränderungen lässt der nicht zu unrecht so beliebte Launcher das System aufgeräumt und übersichtlich wirken. Das Icon Pack bringt zudem nicht nur Einheitlichkeit in die oft relativ wild wirkende Zusammenstellung der Standard-Icons, sondern lässt bei der Gelegenheit hässliche Symbole wie das des Telefons gleich viel schöner aussehen.

Beim Herumprobieren entwickelte sich fast zufällig ein aus drei Bildschirmen bestehendes Konzept: In der Mitte befindet sich der Home Screen mit einer Leiste für schnelle Google-Suchen und den wichtigsten Standard-Apps. Flankiert wird dieser von einem transparenten Kalender-Widget auf der linken und einem Bildschirm mit meinen elf wichtigsten Apps auf der rechten Seite. Welche Apps ich genau auf täglicher Basis nutze, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Kalender Widget

Das unkreativ „Kalender Widget“ benannte – nun ja – Kalender Widget schlägt in der Vollversion, die Eigenwerbung am oberen Rand des Bildschirms entfernt, mit fairen 1,85 Euro zu buche. Ich habe mich für einen transparenten Look entschieden; das Widget kann jedoch wie fast alles im Betriebssystem ohne großen Aufwand dem eigenen Geschmack angepasst werden. Die Software besticht durch eine Mischung aus Übersichtlichkeit, zurückhaltendem Design und praktischen Funktionen. Während ein einfaches Tippen auf einen Eintrag diesen im Kalender öffnet, lassen sich Erinnerungen direkt im Widget selber hinzufügen. Nach dem Entsperren reicht so ein einfacher Wisch zur Seite, um mir einen schnellen Überblick über die anstehenden Termine zu geben.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden. 🙁

Home Screen

Der Home Screen erklärt sich größtenteils von selbst. Neben einer Suchleiste, die nötig ist, um weiterhin das Sprachkommando „Ok, Google“ nutzen zu können, finden sich dort mit YouTube, der Google-Suche, Maps und Gmail vier Standard-Apps, die häufig zum Einsatz kommen. Für den Dock in der Reihe darunter gilt Ähnliches: Telefon, WhatsApp und der Kalender sind unerlässliche Funktionen, die von überall aus erreichbar sein sollten. Die einzige wirklich erwähnenswerte App ist der Browser: Hinter dem Firefox-Icon verbirgt sich die „Klar“-Version des Browsers. Nicht, dass ich viel Wert darauf legen würde, meinen Verlauf nach jeder Sitzung automatisch löschen zu lassen – manchmal wären Webseiten-Vorschläge basierend auf meinem bisherigen Surf-Verhalten sogar ganz praktisch. „Firefox Klar“ ist bisher der einzige Browser, der mich durch seinen integrierten Adblocker vor nervigen „Glückwunsch, Sie haben ein iPhone gewonnen!“ – Popups bewahren konnte. Wirklich sicher hat Firefox seinen Platz allerdings nicht: Vor allem mobil kommt es immer wieder zu unerklärlichen Ausetzern, bei denen die Seite trotz guten Netzes nicht geladen wird.

Rechter Bildschirm

Auf dem rechten Bildschirm finden sich all diejenigen Apps, die ich so häufig benutze, dass ich für sie nicht den Umweg über den Drawer nehmen möchte. Die folgenden Programme bilden also keinesfalls das komplette Spektrum an Software ab, die sich auf meinem Smartphone befindet. Apps wie Dropbox oder Opera VPN werden nur selten und in so spezifischen Fällen genutzt, dass sich ein Platz auf diesem Screen für diese schlicht nicht rechtfertigt. Auch mein bisher einziges auf diesem Gerät installiertes Spiel – NBA Live Mobile – fehlt auf dem rechten Bildschirm.

Todoist: Todoist ist bereits seit einigen Jahren der Taskmanager meiner Wahl. Obwohl ich in den letzten rund fünf Jahren eine ganze Reihe an Lösungen – von einfach bis sehr umfangreich – ausprobierte, kehrte ich doch immer wieder zu Todoist zurück. Die Software ist durch ihre Vielseitigkeit für die schnelle Aufgabe ebenso geeignet wie für das große Projekt, ohne ihrem Nutzer dabei das Gefühl zu geben, für Anwendungsfälle mit zu viel oder zu wenig Funktionen ausgestattet zu sein.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden. 🙁

Screener: Mit diesem Programm wurden alle Screenshots angefertigt, die ihr in diesem Artikel seht. Das Prinzip hinter dieser Software ist denkbar einfach. Wenn ihr den passenden Smartphone-Rahmen aus der umfangreichen Datenbank heruntergeladen habt, montiert Screener ein Bildschirmfoto eurer Wahl automatisch in diesen hinein. So sorgt sie für wesentlich ansehnlichere Screenshots bei kaum vorhandenem Mehraufwand. Kurz gesagt: Screener ist einer der Apps, die mir als Hobby-Blogger auf einen Schlag jede Menge Arbeit abnimmt.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden. 🙁

Money Manager: Der Money Manager ist die erste Premium-App auf dieser Seite. Für 3,69 Euro bietet sie einen werbefreien Überblick über die Finanzen und erfasst dabei nicht nur Ausgaben, sondern auch Einnahmen. Erstgenannte können einfach hinzugefügt, kategorisiert sowie mit Datum und Notizen versehen werden. Dazu kommen umfangreiche Statistiken, die übersichtlich zeigen, wo das Geld diesen Monat geblieben ist.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden. 🙁

Passwörter: Hinter diesem Icon verbirgt sich ein relativ unspektakulärer Passwort-Manager. Ähnlich wie 1Passwort – das ich zuvor genutzt hatte – sichert die App Zugangsdaten hinter einem Master-Passwort. Diese Alternative reduziert das Konzept nicht nur auf die nötigsten Funktionen, sondern verschlüsselt alle Passwörter sicher nach den neusten Standards. Wer keine Lust hat, sich für jeden neue angelegten Account im Internet eine neue schwer zu knackende Kombination auszudenken, kann auf die automatische Erstellung neuer Passwörter zurückgreifen.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden. 🙁

Nike+ Run Club: Der Nike+ Run Club löste Runtastic nach meinem Wechsel auf Android als Lauf-App ab. Sie zeichnet Läufe per GPS genau auf, bietet einen Überblick Statistiken und erfüllt damit im Grunde bereits alle Anforderungen, die ich an eine App dieser Art stelle. Lediglich die verwirrende Mischung aus metrischem und imperialem System, in dem Strecken an verschiedenen Stellen in der App angegeben werden, schadet als kleiner Wehmutstropfen dem ansonsten sehr guten Gesamtbild.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden. 🙁

Twitter: Die offizielle Twitter-App ist an dieser Stelle eher eine Übergangslösung, bis die zweite Ausführung des Clients Fenix die Beta-Phase verlässt. Schon vom Vorgänger konnte man in den letzten Jahren viel Gutes vernehmen, weswegen ich auf jeden Fall einmal einen Blick auf den Nachfolger werfen werde, sobald dieser fertig ist. Bis dahin muss ich wohl mit der offiziellen Twitter-App Vorlieb nehmen, mit der es sich ebenfalls durchaus leben lässt.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden. 🙁

Spotify: Ich war nicht immer bei Spotify. Meine ersten Schritte in der Welt des Musik-Streamings absolvierte ich tatsächlich beim französischen Konkurrenten Deezer. Den Ausschlag für den Wechsel zu den Schweden gaben schließlich die gut kuratierten Playlists, die für jede Stimmung die passende musikalische Untermalung bieten. Spotify lädt förmlich dazu ein, neue Musik zu entdecken – obwohl die Empfehlungen nicht immer meinen Musikgeschmack treffen.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden. 🙁

Feedly: Feedly ist im Grunde nicht viel mehr als eine einfache RSS-App, die genau auf den richtigen Gebieten überzeugt. Mit dieser können Webseiten einfach abonniert und zu einem Feed zusammengefügt werden. Meine Mischung aus großen Webseiten und kleinen Blogs – hauptsächlich aus dem Techik-Bereich – fungiert als eine Art „digitale Tageszeitung“, durch die ich mich beim ersten Kaffee am Morgen über das Geschehen in der Welt der Bits und Bytes informiere. Hier finde ich nicht selten Geschichten, die zum Ausgangspunkt meiner Recherchen werden.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden. 🙁

Instapaper: Es gibt zwei Wege, auf denen Artikel bei Instapaper laden. Die Read-it-Later App fungiert bei mir sowohl als Leseliste für später, als auch als Archiv für spannende Artikel, die ich gerne für später aufheben würde. Bevor ich im Herbst letzten Jahres zu Instapaper wechselte, war ich lange überzeugter Fan von Konkurrent Pocket. Doch der Dienst verlor in meinen Augen beim Versuch, ein eigenen Soziales Netzwerk zu bauen, die wirklich wichtigen grundlegenden Funktionen aus dem Blick. Die Alternative hingegen überzeugt mit einem übersichtlichen Aufbau, der ungestörtes Lesen ermöglicht.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden. 🙁

CastBox: Wie der Name schon andeutet, ist CastBox zur Zeit meine Podcast-App. Sie stach aus der Masse an Alternativen vor allem dadurch hervor, dass sie kostenlos und ohne Werbung nutzbar ist. Ein kurzer Testlauf zeige, dass sie keine der wichtigen Funktionen vermissen ließ, weswegen ich erst einmal bei ihr blieb.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden. 🙁